Ein Spaziergang zum Kennenlernen.

Hummel am Seewaldsee in der Früh.

Ich lade euch nun ein mit mir eine Runde über unsere Alm zu spazieren.

Starten wir vor der Arche-Hütte, welche von meiner Familie im Sommer bewohnt wird und viele Geschichten und Impressionen bereithält. In dieser einzigartigen Hütte, welche nur aus purer Natur besteht, wird gelacht und diskutiert. Jeden Morgen wird der aktuelle Tag besprochen und nur das Beste von unseren Produkten gefrühstückt. Unter diesem grünen Dach wird verschiedenes gekocht und kreiert. Selbstverständlich auch vieles davon für euch alle in Worte gefasst zum Miterleben und Nachmachen. Wenn der Plan für den Tag steht, brechen wir alle auf und beginnen mit der täglichen Stallarbeit. Die Rinder werden versorgt und gepflegt; Die Schweine werden mit lauter guten Sachen gefüttert und den Ziegen wird ein Besuch mit Brot, Getreidemischung und meiner Milchkanne abgestattet. Gekuschelt wird sowieso mit allen – Logisch, bei unseren anhänglichen Tieren kommt man da mittlerweile nicht mehr Drumherum. Nach der Stallarbeit steht meistens jeden Tag eine andere Arbeit an. Angefangen bei Almpflege (Sträucher und grünlandraubende Buschen werden entfernt um die Weidefläche zu erhalten), Holzarbeiten, Produktverarbeitung (Milch, Kräuter, Obst & Gemüse), Mittagessen kochen, Weidezäune versetzen usw. bis der späte Nachmittag wieder näherkommt und man langsam nach getaner Arbeit noch den abendlichen Rundgang zu den Tieren Antritt. Die Beobachtung ist hierbei das Allerwichtigste, denn nur so kann man Veränderungen bemerken. Außerdem entdeckt man immer neue Phänomene und ich kann tolle Bilder für euch schießen. Freilich sind nebenbei noch andere Sachen zu erledigen, wie zum Beispiel Organisatorisches für den Verein Arche Austria oder Weiterbildung meinerseits.

Das Fantastische am Stallgehen auf der Alm ist für mich der Moment, wenn alle Rinder und Ziegen wie gespannt auf einen warten und man die Freude direkt spürt. Ein lautes Muhen und Meckern ist noch dazu die lautstarke Bestätigung. Das wilde Gedrängel in der Ziegenkoppel, wenn es darum geht, welche als erstes gemolken werden darf. Oft habe ich es probiert mich an ihre Nacht-Koppel anzuschleichen um ihre Aufmerksamkeit zu testen, doch dieser Versuch scheiterte immer, denn von weitem wirst du von der Chef-Goas (diese natürlich auf einem hohen Stein steht um alles im Blick zu haben) erwischt und sofort ins Visier genommen, so dass keiner deiner Schritte unbemerkt bleibt und sofort meine meckernde Herde zum Empfang bereit steht.

Solche Momente zaubern mir jeden Tag schon am Morgen ein Lächeln auf die Lippen und die Stimmung wird empor gehoben. Ein vorbildhafter Start in den Tag, wie es viele Gesundheitsspezialisten empfehlen: Ein vielfältiges und ruhiges Frühstück, frische Luft, Bewegung und ein Lächeln am Morgen –  So vertreibt man Kummer und Sorgen!

Eure Jungbäuerin Sissy

5 Kommentare

  1. eine super gute Homepage sowie du bist sissy

  2. Elfriede bachleitner

    Liebe Sissy, ich finde deine Idee einen Blog zu betreiben einfach genial! Das ist die Sissy die ich aus der Zeit am Winklhof kenne. Innovativ, herzlich voll mit guten Ideen! Ich bin stolz auf dich und mir gefällt das was du schreibst sehr. Danke dass du uns an so vielen deiner Erlebnisse teilhaben lässt. Alles Liebe und Gute elfi bachleitner

    • Sissy Strubreiter

      Liebe Elfi,
      vielen Dank für deine positiven Worte. Ich hoffe, dass ich dich weiterhin mit meinen Geschichten und Bildern begeistern kann. Es würde mich sehr freuen, wenn es durch dich noch viele WinklhoferInnen erfahren würden.

      Mfg Jungbäuerin Sissy

  3. Hab durch Zufall auf deine Seite gekommen und bin begeistert deine Erzählungen vom Alltag am Hof sind super ich hoffe es bleibt weiter so

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