Nur die frühe Kalbin fängt die Jungbäuerin…

… oder ist es umgekehrt? 

Am 17.2.2018 findet eine tolle Rinderschau in Traboch (Steiermark) statt. Das ist quasi wie ein Schönheitswettbewerb für Rinder. In diesem Fall ist es eine Schau für junge Fleischrinder.
Wochen davor hat man als Züchter reichlich Vorbereitungen zu treffen, denn bis zum Tag X muss alles perfekt sein.

Zu Beginn sollte man dem Jungrind die Grundkenntnisse beibringen. Das heißt, dass es sich ruhig und brav Führen lassen muss. Einfache Kommandos, wie stehenbleiben, langsames oder schnelles gehen und rückwärts laufen müssen zu 100% im Kopf der Kalbin verankert sein. Weiters sollten das korrekte Aufstellen, sprich Vorderbeine parallel und Hinterbeine im Ausfallschritt, trainiert werden. So genügen zum Schluss nur gewisse Worte oder feine Gesten und das Tier weiß, was zu tun ist. 

Doch braves Mitgehen ist noch nicht alles. Das perfekte Äußere ist natürlich das Wichtigste.
So striegelt, bürstet, wäscht und man streut massenhaft sauberes Stroh ein … UND …nur das Beste Futter versteht sich von selbst!

Für all das, muss teilweise schon im Morgenrot begonnen werden! Die absolute Stille genießen, die Ruhe des Tieres spüren, die kalten Hände im flauschigen Fell wärmen. Mit der Kalbin vertraut werden und eine tiefe Freundschaft schließen.

Selbstverständlich werden auch die anderen Stallbewohner immer verwöhnt, aber Tiere, welche mich auf eine Schau begleiten (ok eigentlich ist es umgekehrt – ich begleite die Tiere) werden da etwas bevorzugt.

Meine Damen und Herren die Spannung steigt!

4 Kommentare

  1. Hallo Sissy!
    Ich heisse Maria und bin steirische Geflügelbäuerin. Meine Tochter hat mich auf Deinen tollen Blog aufmerksam gemacht. Wir finden Dich so natürlich und bodenständig, wenn zumindest ein Teil der heutigen Jugend ähnlich denken und agieren würde, hätte ich von der weiteren Entwicklung der Gesellschaft keine Angst. Vielleicht könntest Du mal einen Tagesablauf bei Dir beschreiben, damit vorallem die jungen Leute und Städter sehen, was heut auf einem Hof so abläuft (Fern von Landlust und ähnlichen Magazinen). Zum Schluß hätte ich noch ein paar Fragen zu dem Schuhwerk, daß Deinem Blog den Namen gab…..ggggg
    Wieviel Gummistiefeln hast Du und welche Marke kannst Du für einen langen Arbeitstag empfehlen?
    Wie lange halten die Gummler bei Dir? Bei uns sind die nach spätestens zwei Jahren kaputt, komischer weise bei meiner Tochter der Linke und bei mir der Rechte, so können wir wenigstens wiederum ein Paar retten, da wir die selbe Grösse haben.
    Liebe Sissy mach weiter so und für die Zukunft alles Gute

    LG Maria.

    • Sissy Strubreiter

      Liebe Maria,
      freut mich, dass dir mein Blog gefällt! Vielen Dank!
      Gerne kann ich mal einen Tagesablauf von mir beschreiben. Einen Tagesablauf vom Sommer kannst du hier nachlesen ( http://gummistiefelblues.com/2017/09/06/ein-spaziergang-zum-kennenlernen ) (war mein zweiter Post).
      Ich muss sehr schmunzeln, denn meine Mutter und ich haben auch die selbe Größe. Gummistiefel tragen wir die schwarzen etwas robusteren vom Lagerhaus. (die mit bunten Mustern und Farben brechen leider sehr gerne bei der Ferse)
      Wir wechseln diese gern von selbst alle Jahre aus, da sie täglich getragen werden. Da sehr gerne Stroh, Gras und sonstiges oben reinfällt, müssen wir das fast, weil sonst die Socken IN den Stiefeln dreckig werden 🙂
      Will man natürlich langlebige Stiefel, kann man sich gerne auch bei einem Agrarfachversand umsehen. ( https://www.jacoby-tierzucht.at/pferd-und-reiter/stallbedarf/agrarbedarf/arbeitsschutz/arbeits-sicherheits-stiefel-einlegesohle-stiefelre/ ) Hier findet man diverse Stiefel je nach Bedarf und viele viele Jahre halten.
      Für noble Stiefel mit flottem Schnitt gibt es natürlich die Hunter-Stiefel, welche etwas kostspieliger sind.

      Ich wünsche euch noch weiterhin viel Erfolg und Freude am Betrieb. Bewahrt eure Haltung und zeigt Stärke als Landwirtinnen! 😉
      Es würde mich freuen, wenn ihr vielen Freunden von meinem Blog erzählt. Ihr findet mich auch auf Facebook (Gummistiefelblues) und Instagram (archebauer).
      Auf viele weitere Nachrichten und Kommentare von euch und bis bald! 🙂
      Ich wünsche euch noch eine schöne Woche und viel Glück in Haus und Stall.
      lg eure Jungbäuerin Sissy

    • Hallo Sissy!
      Danke für Deine rasche Antwort. Ich will zwar keine Werbung für irgendwelche Firmen machen, aber ich hatte auch mal Hunter Gummistiefeln, waren nicht gerade billig, haben aber nach nicht mal drei Jahren Risse bekommen und waren nicht mehr dicht. Für diesen Preis war mir die Haltbarkeit einfach zu gering. Dürften eher Stiefeln zum Wandern oder für Festivals sein, als für den Stall.
      Vor ca 2 Jahren habens, bei uns im Lagerhaus, die Dunlop Purofort im Angebot gehabt, wollte zwar keinen Stahlkappenstiefel kaufen, weil die Gefahr gering ist, daß mir meine Hendln ein paar Zehen abhatschn….gggg. Ich hab sie damals probiert und war überrascht wie leicht die Stiefeln sind. Die haben mir damals sogar schwarzee besorgt, weil mit grünen Gummistiefeln kann ich mich nicht anfreunden. Bis jetzt absolut keine Verschleisserscheinungen und wenn der noch länger hält, werd ich bei der Marke bleiben.
      Ich finde die Arbeit, die in den verschiedenen Archen geleistet wird, wirklich toll und wollte daher fragen, ob Euer Motto auch ist „Erhalten durch Aufessen“.
      Wenn ja, wie vermarktet Ihr Eure Viecher eigentlich?
      Wünsch Dir und Deiner Familie alles Gute und verbleibe mit herzlichen Grüssen Maria

      • Sissy Strubreiter

        Wir vermarkten unsere Tiere in Zusammenarbeit mit unserem Partnerbetrieb Dominik Spitzbart unter dem Label „Die Archebauern“. Eine Homepage wird es demnächst dazu geben.
        Die Nachfrage ist extrem groß, denn der Konsument kauft gern regional und noch lieber, wenn er damit heimische Rassen unterstützen kann.
        Ich hoffe euch geht es gut und die Gummler halten noch 🙂
        lg Sissy

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