I‘ll be back

Meine Güte die Zeit rast wahnsinnig schnell. Ich glaube, da kann mir jeder zustimmen. 

Asche auf mein Haupt – ich bin mir bewusst, dass ich euch für eine Weile nicht mit Informationen gefüttert habe.
Ich habe eine äußerst turbulente Zeit hinter mir.
Beginnen wir beim letzten Standpunkt.
Mein Vater brach für das große Projekt nach Schweden auf – nämlich ein Bauernhaus zu bauen.
In dieser Zeit schaukelten wir den Almbetrieb und mähten die restlichen Felder im Tal.
Nach diesem Monat ging es Schlag auf Schlag.
Der Almabtrieb folgte direkt auf die Rückreise der Schwedencrew. Ein wunderschöner Tag und alles lief glatt. Der Almabtrieb war jedoch dieses Jahr (2020) nicht einfach nur der Tag, an dem wir das erste Mal wieder im Tal schliefen.

Es war die erste Nacht …..trommelwirbel… in der mein Freund Sepp und ich in unserer ersten gemeinsamen Wohnung übernachteten. Ja meine lieben, ich bin ausgezogen. Sprich, ich bin in diesem Zuge mit meinem Freund zusammengezogen.
Das heißt, ich habe nebenbei im August unsere Wohnung bezogen und es uns gemütlich gemacht. Es ist wunderbar!! Keine Angst – ich bin nur einen kleinen Fußmarsch vom Bauernhof entfernt und es bleibt ansonsten alles beim Alten.
Mein Freund Sepp und ich genießen diesen neuen Abschnitt sehr und es tut auch unserer Beziehung sehr gut. Es war richtig und auch wichtig, die Elternhäuser zu verlassen. So kann man sich in aller Ruhe kennenlernen. Ich führe nun meinen eigenen Haushalt und finde mich sehr gut darin ein. Es ist selbstverständlich eine kleine Herausforderung für mich, da ich bisher meistens für die Außenarbeiten zuständig war. Ich war sehr sehr froh über den Schmierzettel meiner Mutter mit der Auflistung, wie was gewaschen werden muss und mit welcher Temperatur. Ich finde es lustig, seine Gewohnheiten zu entdecken und gemeinsam Abend zu essen. Natürlich auch den Klassiker …. am Morgen nicht alleine zerknittert und mit wilden Haaren aufzuwachen. Ja, so vergehen die Tage, man lernt sich ständig neu kennen – alle guten Seiten – aber auch alle schattigen Seiten. Das gehört dazu und das weiß auch jeder.

Wer den YouTube Kanal meines Vaters verfolgt, weiß, dass eine krankheitsbedingt intensive Zeit hinter uns liegt.
Mittlerweile geht es Thomas wieder gut. Er erholte sich eine Zeit in Schweden und ist jetzt auch wieder zu Hause.
Auch diese Tage haben wir überstanden. Wir sind alle stärker aus der Situation herausgekommen und schreiten weiter.
Sepp und mich hat diese Zeit noch mehr zusammengeschweißt.

Es gibt noch viel nachzuholen und zu erzählen.
Ich bin wieder da … I’ll be back

Liebe Grüße von der Archejungbäuerin Sissy Strubreiter

 

 

Ein Kommentar

  1. Anna Aschenberger

    Liebe Sissy!
    Ich bin total begeistert von deinem Mut und deiner Zuversicht auf eine gute Zukunft.
    Bauern sind ungeheuer wichtig für die Menschheit. Sie versorgen uns vorallem mit Grundnahrungsmittel und vielerlei gesunden Köstlichkeiten. Du kannst sehr stolz auf dich sein.
    Ich bin 66 Jahre alt und komme ursprünglich aus dem Lungau. Eine meiner Schulkolleginnen vom Lasaberg hat schon als Kind sehr stolz verkündet dass sie sicher einmal Bäuerin werden wird. Ich habe sie sehr beneidet.
    Ich wünsche dir und deinem Vater weiterhin alles Gute für euer Vorhaben.
    Mit deinem Sepp gemeinsam wirst du noch vieles schaffen und sicher auch viel schönes erleben.
    Liebe Grüße aus Frankenmarkt/OÖ

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