Ist es das wert? Absolut!

Ist es das wert?
Was mach ich überhaupt noch hier im Internet mit den sozialen Medien?

Sehr oft habe ich diese Worte in den letzten Tagen in den sozialen Medien gelesen.
Von wem? – von vielen Kolleginnen, die ebenfalls ihre Follower mit in den landwirtschaftlichen Alltag nehmen. Wir sind Powerfrauen durch und durch. Verschiedenste Formen der Landwirtschaft werden von den taffen Mädels mit viel Liebe erklärt. Arbeitsschritte und Abläufe werden beschrieben, so dass man es sich auch als Laie vorstellen kann. Fazit – es steckt auch viel Zeit dahinter, diesen Content zu produzieren.
Jede für sich ist von ihrem Betrieb begeistert und überzeugt. Das Ziel ist bei den meisten ähnlich: Einblick in den Beruf als Landwirtin geben, Verständnis und Respekt für die Arbeit, die LeserInnen über die Landwirtschaft aufklären.

Doch eines Tages kann es jeden von uns Powerfrauen in der Landwirtschaft treffen. Das Internet ist gnadenlos und viele Nutzer ebenfalls. Ein Beitrag wird aus dem Kontext gerissen und landet mit der nun falschen Message auf den verkehrten Seiten. Selbstverständlich immer mit deinem Namen.
Ein Shitstorm überrollt dich wie aus dem Nichts und man denkt sich nur noch „was zum Kuckuck hab ich angestellt?“

Garnichts! Deine Message wurde in Einzelteile zerrissen und die übriggebliebene entstellte Nachricht wird nun als Waffe gegen dich verwendet. Ahnungslose Nutzer, welche keine Ahnung von Landwirtschaft und auch kein Verständnis für Landwirtschaft haben, urteilen und beschimpfen einen auf unterstem Niveau. Man kann sich garnicht vorstellen, was sich die Leute alles trauen zu sagen, wenn sie sich hinter ihrem PC oder Handy verstecken können.

So etwas geht einem zu 100% unter die Haut! Selbstverständlich loggt man sich mal einen Moment aus und hält im Gedanken inne. „Für was tue ich mir das an?“

Und hier kommen die Powerfrauen der Landwirtschaft wieder vor den Vorhang. Als Landwirtin ist man mit den verschiedensten Situationen bereits in Kontakt getreten, wo man sich diese eine Frage stellt: „Für was?“
Doch auch wenn es noch so schwer, emotional und hart ist, geben wir nicht auf! Rückschläge machen uns meistens härter und fordern uns erneut heraus!

Gottseidank hat mich noch kein Shitstorm überrollt, dennoch kann es trotzdem jederzeit passieren.
In solchen Momenten sollte man sich unbedingt vor Augen halten, dass jene schimpfen, denen die Aufklärung fehlt. Jene, die kein Verständnis und noch weniger Respekt aufweisen können, weil sie schlicht weg einfach keine Ahnung haben, was dahinter steckt.

Selbstverständlich, gibt es immer schwarze Schafe, die ihre eigene Berufsgruppe in den Dreck ziehen und Gründe für Schimpf und Schande liefern. Jedoch gilt das auf keinen Fall für ALLE. Viele geben sich Mühe und versuchen das Beste für den Hof zu geben. Solche grundlosen Shitstorms gegen eine Person sind unter anderem der Grund, warum sich viele andere mit interessanten Betrieben nicht trauen, auf den sozialen Medien aktiv zu sein.

Solche Situationen zeigen mir aber vor allem, dass wir noch sehr viel zu tun haben. Wir geben der Landwirtschaft ein Gesicht. Uns kann man Fragen stellen und wir erklären mit viel Liebe alles was interessant und wissenswert ist. Aufklärung ist das wichtigste heutzutage!
Die Konsumenten wollen Bescheid wissen. 
Ich freue mich jedes Mal, wenn ich neue Accounts mit dem Thema Landwirtschaft entdecke und es erfüllt mich mit Stolz. Die Nutzer wollen und sollten hinter die Kulissen blicken. Mit einer starken Community kann auch viel bewegt werden und positive Rückmeldungen sind immer wieder Balsam für die Seele.

An was ich immer denke und was ich mache, wenn dieses Gefühl hochkommt, erzähle ich euch das nächste Mal.

Bis dahin,
mutig bleiben und nicht unterkriegen lassen.
eure Archejungbäuerin Sissy Strubreiter

 

Ein Kommentar

  1. Hut ab! Sissy, schön von dir zu hören liebe Grüsse

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.